„Gute Arbeit. Gerechter Lohn.“ lautete der Titel einer Podiumsdiskussion, zu der die Mainzer Landtagsabgeordnete Doris Ahnen am 14. September 2015 den rheinland-pfälzischen DGB-Vorsitzenden Dietmar Muscheid sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger ins „Haus Haifa“ in Mainz-Mombach eingeladen hatte, um zu wichtigen sozial- und arbeitsmarktpolitischen Fragestellungen ins Gespräch zu kommen.
In ihrer Einführung betonte Doris Ahnen die historische Bedeutung des flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns. „Der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde ist eine echte Erfolgsgeschichte“, so Ahnen. Dafür habe die SPD gemeinsam mit den Gewerkschaften lange und hart gekämpft.
In der nachfolgenden Gesprächsrunde diskutierten Doris Ahnen und ihr Gast Dietmar Muscheid die unterschiedlichen Herausforderungen, mit denen die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in Politik und Gewerkschaften aktuell beschäftigt seien. Nicht nachvollziehbar sei es, so DGB-Vorsitzender Muscheid, dass es auch im 21. Jahrhundert noch eklatante Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern von durchschnittlich 22 Prozent gebe. Auch die hohe Anzahl von Menschen, die in Deutschland in der schlechter entlohnten Leih- und Zeitarbeit oder in Minijobs beschäftigt seien, sehe er mit großer Sorge, gerade mit Blick auf das Thema „Altersarmut“. Hier müsse man in Zukunft gemeinsam größere Anstrengungen als bisher unternehmen, diese Lohnungerechtigkeiten schrittweise zu beseitigen.
Auch die besonderen Herausforderungen, die durch die große Zahl an Flüchtlingen aktuell für Deutschland und auch das Land Rheinland-Pfalz verbunden seien, sollten an diesem Abend mit in die Diskussion einfließen. Flüchtlinge aufzunehmen und sie bei uns willkommen zu heißen, sei eine moralische Verpflichtung, waren sich Ahnen und Muscheid einig. Jetzt gehe es darum, den vielen Menschen, die aus Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt zu uns geflüchtet seien, gute Perspektiven zu bieten und sie – auch vor dem Hintergrund des großen Fachkräftebedarfs in Deutschland – in den Arbeitsmarkt zu integrieren.
